• Krieg und Internet: Ausweg aus der Propaganda? (TELEPOLIS)

Stefan Krempl

Krieg und Internet: Ausweg aus der Propaganda? (TELEPOLIS)

Dezember 2003, 238 Seiten, Broschur
Heise
ISBN Print: 978-3-936931-09-9

Buch
18,00 €

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Beschreibung

Der Krieg geht in Serie - und die Massenmedien marschieren mit. Im Vorspann bauen die politischen Machthaber oft Bedrohungsszenarien zur Rechtfertigung auf. Die Propaganda wird verstärkt, vorbereitet von den Infokriegern in den "Kommunikationsbüros", die nach dem 11. September 2001 noch einmal deutlich nicht nur von der US-Regierung aufgestockt wurden, und verbreitet von patriotischen Sendern wie Fox News. Erst im Abspann erfährt die Öffentlichkeit, dass sie massiv in die Irre geführt und bewusst belogen wurde.

Wo reift da eine Gegenmacht heran, die Sand in die Getriebe der Propagandamaschinen wirft? Im Internet überwachen immer mehr vernetzte Geister auf Mailinglisten und in Weblogs die offiziellen Verlautbarungen und die Nachrichten der traditionellen Medien. Die Infosphäre gibt deutlich mehr Stimmen Raum als die Presse oder der Rundfunk, auch Stimmen der "normalen", von der Kriegspolitik direkt betroffenen Menschen. Kann es den Netzbürgern und ihrer kollektiven Detektivarbeit gelingen, die Wahrheit ans Licht zu bringen? Oder verstärken sie nur das Propagandagedröhne? Ist das Netz nicht auch längst militärischer Teil der Kriegsführung?

Um Antworten auf diese im "Krieg gegen den Terror" besonders aktuellen Fragen zu finden, untersuchte der Autor wichtige Kommunikationsforen im Internet und verglich die dortigen Diskurse mit der Kriegsberichterstattung in meinungsmachenden Zeitungen wie der New York Times oder der Süddeutschen Zeitung. Sein Fazit: Die vernetzte Öffentlichkeit stellt ein Gegengift zur Kriegsrhetorik dar - aber die Entwicklung eines allgemeinen Impfstoffs daraus lässt noch auf sich warten.

 

Zielgruppe

  • technisch und gesellschaftspolitisch Interessierte
     

Zusatzmaterial

Inhaltsverzeichnis (PDF)
Kapitel 1 (PDF)
Vorwort (PDF)
  

Autor / Autorin

Stefan Krempl, altverdienter telepolis- und ct-Autor, studierte Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Hochschule der Künste Berlin. Seine Diplomarbeit zum "Phänomen Berlusconi" ist im Lang Verlag erschienen. Er arbeitet als freier Autor für Tages- und Wochenzeitungen sowie (Online-) Magazine in Berlin und als Dozent am Südosteuropäischen Medienzentrum in Frankfurt (Oder). Zu diesem Buch hat er ein Weblog eingerichtet unter www.spindoktor.de.
--> www.stefan-krempl.de

Rezensionen

"Mit seinem Buch bietet Stefan Krempl auf 237 Seiten viel Stoff zum Nachdenken, Weiterlesen und Diskutieren. ... Trotz dieses strengen wissenschaftlichen Anspruchs bleibt das Werk gut lesbar und bietet auch Lesern, die nicht seit Jahren zur Hälfte im Internet siedeln, interessante Einblicke und Denkanstöße."
(c´t 02/2004)

"Hilfreicher Einblick bis in die Tiefen des Geistkriegs im netz mit Weblogs, Newsgroups und E-Mail-Ketten."
(politik & kommunikation, 11.12.2003)


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