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Das Google-Copy-Paste-Syndrom" ist das erste deutschsprachige Sachbuch, das sich mit den Veränderungen unserer Wissenskultur durch Google, Wikipedia und das Kopieren/Einfügen von Online-Texten anderer beschäftigt.
Stefan Weber beobachtet kritisch die Ergoogelung der Wirklichkeit", die Austreibung des Geistes aus der Textproduktion" und eine entstehende Textkultur ohne Hirn". Er fragt, ob und wie die Medienwissenschaft auf dieses Problem reagiert, und ortet enormen Handlungsbedarf bei der Sicherung von Contentqualität.
In der zweiten, aktualisierten und erweiterten Auflage greift der Autor, der in den Massenmedien gerne als Plagiatsjäger" bezeichnet wird, auf seine Datenbank mit 67 Plagiatsfällen aus Wissenschaft und Journalismus zurück. Er widmet sich zudem neu dem Contentklau im Web 2.0 und freien Lizenzen im Netz. Webers weiter reichende These ist dem digitalen Zeitgeist entgegengesetzt: Cyber-Neusprech oder Weblisch", Chat- und SMS-kontaminiertes Bewusstsein, affirmative Bagatelle-Forschung (Mickymausforschung"), Technophilie und Bullshit-PR" für neue Medien würden ein Milieu schaffen, in dem einer Textkultur ohne Hirn weiter Vorschub geleistet wird.
Dieses Buch richtet sich nicht nur an Lehrende in Schulen und Universitäten, die sich mit diesem neuen Problem konfrontiert sehen. Es ist so geschrieben, dass es auch für ein breites Publikum, das die neuen Medien verwendet, eine kritische Lektüre bietet.
Zielgruppe:
- Technisch und gesellschaftspolitisch Interessierte
Stefan Weber, Jg. 1970, ist freier Medienwissenschaftler und Publizist aus Salzburg. Habilitation 2005 an der Universität Wien, derzeit Universitätslektor an der Abteilung Medientheorie der Universität für angewandte Kunst Wien. Er ist Autor von neun Büchern, zuletzt "Die Medialisierungsfalle. Kritik des digitalen Zeitgeists" (2008).
weber.mediaresearch@t-online.de
"Stefan Webers Buch ist ein unterhaltsam geschriebenes Plädoyer für mehr Qualität in der Wissenschaft, eine Streitschrift gegen das postmoderne Verständnis von Plagiaten als wichtiger Kulturtechnik."
Stefan Römermann, MDR-Figaro
"Im allgemeinen 'Hurra!', das oft unreflektiert ein mehr an Medien begrüßt, setzt der Autor gewagt einen Gegenentwurf. Dieser ist unbequem, aber gerechtfertigt."
Moritz Sauer, Phlow, Magazin für Musik & Netzkultur
"Schockierend".
Heiner Boberski, Wiener Zeitung