HMD 283, 49. Jahrgang, Februar 2012

Open Source - Konzepte, Risiken, Trends

Herausgeber: Susanne Strahringer

Geschäftsrisiken und Governance von Open Source in Softwareprodukten

Martin Helmreich, Dirk Riehle

Zusammenfassung

In fast jedem Softwareprodukt, auch in großer Standardsoftware, sind heute Open-Source-Komponenten enthalten. Die Hersteller dieser Software müssen die Geschäftsrisiken, die mit der Integration von Open-Source-Software in kommerzielle Produkte verbunden sind, verstehen und vernünftig managen. Dieser Beitrag zeigt ein Modell verschiedener rechtlicher, technischer und sozialer Risiken auf, die durch unkontrollierten Einsatz von Open-Source-Software entstehen, und erläutert ausgewählte Erfolgsmethoden der Open Source Governance, die von führenden Firmen angewandt werden. Das Modell ist das Analyseergebnis von fünf mit großen deutschen Softwareherstellern geführten Interviews sowie weiterer Literaturrecherche.

Inhaltsübersicht

  1. Open-Source-Komponenten in kommerziellen Produkten
  2. Methodisches Vorgehen
  3. Grundlagen zum geistigen Eigentum
  4. Identifizierte Geschäftsrisiken
    1. Unkontrollierter und ungeregelter Einsatz von Open-Source-Komponenten
    2. Aktive Beiträge in der Open-Source- Community
    3. Verwicklung in ein Gerichtsverfahren
    4. Verpflichtung zur Offenlegung von Sourcecode
    5. Verurteilung wegen einer Patentverletzung
  5. Erfolgsmethoden
    1. Überwachung der Lieferantenschnittstelle
    2. Einsatz von Codescannern
    3. Entwicklerausbildung
  6. Integration in den Entwicklungszyklus
  7. Literatur