Kryptografie und Public-Key-Infrastrukturen im Internet

 

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Autor: Klaus Schmeh - (Kontakt über den Verlag)

 

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Bücher über Kryptografie gibt es viele. Das Thema Kryptografie im Internet wird dabei jedoch meist vernachlässigt, obwohl das Netz der Netze derzeit das mit Abstand wichtigste Anwendungsgebiet für die Kryptografie ist. 1998 kam mit „Safer Net – Kryptografie im Internet und Intranet“ ein Buch von mir auf den Markt, das diese Lücke schloss. Seitdem gilt „Safer Net“ als Standardwerk für den Krypto-Einsatz im Internet. Zweieinhalb Jahre später ist nun der Nachfolger von „Safer Net“ erschienen: „Kryptografie und Public-Key-Infrastrukturen im Internet“.

„Kryptografie und Public-Key-Infrastrukturen im Internet“ übernimmt zunächst einmal die wichtigsten Inhalte von „Safer Net“. Es werden die Grundlagen der Kryptografie erklärt, anschließend geht es um deren Anwendung im Internet. Dabei kommen Protokolle wie SSL, HTTPS, IPSec, DNSSec und andere zur Sprache. Das deutsche Signaturgesetz, Sicherheitsevaluierungen und Chipkarten sind weitere Themen. Neu ist dagegen die zentrale Rolle, die das Thema Public-Key-Infrastrukturen (PKI) spielt. Nicht ganz zufällig ist dieser Begriff auch in den Titel gewandert. Ebenfalls neu sind mehrere Top-ten-Listen, die sich vor allem in den letzten Kapiteln finden. Darin sind beispielsweise die zehn wichtigsten Unternehmen, die zehn wichtigsten Organisationen und die zehn wichtigsten Personen der Krypto-Szene aufgeführt.

Ein Markenzeichen von „Safer Net“ ist der lockere aber präzise Stil, in dem das Buch geschrieben ist. Es war für mich daher besonders wichtig, diese Besonderheit, die zahlreiche positive Reaktionen nach sich gezogen hat, weiter zu pflegen und zu verbessern. Auch in „Kryptografie und Public-Key-Infrastrukturen im Internet“ werden daher alle wichtigen Sachverhalte mit Hilfe der Charaktere Alice und Bob erklärt. Am Anfang jedes Kapitels steht eine kurze Anekdote aus der Welt der Kryptografie. Natürlich sind auch Murphys Gesetze der Kryptografie und das Thema Schlangenöl geblieben.

Im Vergleich zum Vorgänger hat „Kryptografie und Public-Key-Infrastrukturen im Internet“ 150 Seiten mehr (bisher waren es 430 Seiten). Auch der Rest ist gründlich überarbeitet und auf den neuesten Stand gebracht. Wenn Sie sich für Kryptografie im Internet interessieren, dann sind Sie mit diesem Werk gut bedient.