• Virtuelle Welten - reale Gewalt (TELEPOLIS)
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Florian Rötzer (Hrsg.)

Virtuelle Welten - reale Gewalt (TELEPOLIS)

September 2002, 191 Seiten, Broschur
Heise
ISBN Print: 978-3-88229-271-8

Buch
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Beschreibung

Computerspiele sind längst nicht mehr nur ein Zeitvertreib für ein paar Jugendliche, sondern ein einflussreiches Medium und ein großer und boomender Markt. Wie sehr bestimmte Spiele und exzessives Spielen die Menschen prägen, wurde nach dem Schulmassaker in Erfurt erneut heftig diskutiert. Die Auswirkungen sind vielfältig und vermutlich tiefgreifend, da Computerspiele - ähnlich wie Kino, Rundfunk, Fernsehen oder Video - die Wahrnehmung der Welt und die Erwartungen an die Lebenswelt verändern.

Das isolierte Herausgreifen des Gewaltaspekts ist nur eine verkürzte und verzerrte, allerdings wiederum mediengerechte Darstellung des in Computerspielen kulminierenden kulturellen Prozesses, das Leben als Spiel zu begreifen und zu bewältigen. Die Debatte über die (Mit)Schuld der Medien hantiert mit vielen, schon oft durchgespielten Versatzstücken kulturkritischer und philosophischer Herkunft.

Die Beiträge in diesem Band zeichnen einige der möglichen Zusammenhänge und Untiefen der neuen Spielwelten mit dem Thema der Gewalt nach. Sie machen vor allem deutlich, dass Medienwirkungen weitaus komplexer sind als die nach dem Massaker von Erfurt vielfach angebotenen Schablonen kurzschlüssiger Erklärungen. Und es sind paradoxerweise die auf Aufmerksamkeit schielenden Medien selbst, die plakative Thesen zur Medienwirkung erzeugen und weiter reichen. Komplizierte, daher schwieriger darzustellende und weniger spannende Überlegungen finden in aller Regel in ihnen keinen Platz.

 

Zielgruppe

  • allgemein, politisch Interessierte
   

Links

Telepolis

 

Zusatzmaterial

Einleitung (PDF)
Inhaltsverzeichnis (PDF)
Leseprobe (PDF)
  

Autor / Autorin

Florian Rötzer, geb. 1953, ist Chefredakteur von Telepolis. Letzte Buchveröffentlichungen u.a.: Digitale Weltentwürfe, München 1998; Megamaschine Wissen, Frankfurt a. M. 1999; Ressource Aufmerksamkeit (Hrsg.), Kunstforum International Bd. 148, 1999; Cyberhypes (Hrsg. mit R. Maresch), Frankfurt a. M 2001.

Rezensionen

"Neben der informierten und nach vielen hektischen Diskursen wohltuenden Unaufgeregtheit der meisten Beiträge sei noch die Vielfalt der Ansätze erwähnt. Das Rötzer-Buch glänzt mit einer sehr differenzierten Sicht, die dem Thema gerechter wird als einseitige Schuldzuweisungen."
(Mitteldeutsche Zeitung, 14.12.2002)

"Insbesondere die Essays mit psychologischer Thematik-Aufmerksamkeitsterrorismus, Internet-Selbstmordforen, Asperger-Syndrom -setzen nachhaltige Akzenze."
(tv diskurs)


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