HMD 216, 37. Jahrgang, Dezember 2000

Security Management

Wie misst man IT-Sicherheit?

Rudolf Baer, Pius Zängerle

Zusammenfassung

Die klassische Risikoanalyse ist nicht geeignet für die Messung der IT-Sicherheit von komplexen IT-Systemen. Ein praxisorientiertes Modell für die Quantifizierung von IT- Sicherheit (Schutzbedarf, Schutzzustand) inkl. Maßnahmenbewertung wird vorgestellt. Das Modell ist mit den Instrumenten einer ToolBox abgebildet und hat sich in der Praxis in mittleren und großen (internationalen) Unternehmen bewährt. Es eignet sich für die Zertifizierung von Informatiksicherheit und für die Vereinbarung von Service Level Agreements.

Inhaltsübersicht

  1. Das BSG-Modell der IT-Sicherheit
    1. Wie soll man IT-Sicherheit messen?
    2. Die klassische Risikoanalyse versagt
    3. Modellanforderungen
    4. Die Elemente des BSG-ITSEC-Modells
  2. Schutzbedarf
    1. Schadenbilder mit Ausprägungen
    2. Schadenverlauf
    3. Normierung des Schutzbedarfs und grafische Darstellung
  3. Schutzzustand
    1. Fragen und Antworten als Atome von Prüflisten
    2. Bewertung von Antworten
    3. Maßnahmen
  4. Soll-Ist-Vergleich
    1. "Stern" und "Matratze" - die grafischen Instrumente für den Soll-Ist-Vergleich
    2. Maßnahmenplanung
  5. Die BSG-ITSEC-ToolBox
    1. Allgemeines
    2. Die BSG-ITSEC-Instrumente: ProtAn, InspecTre und CStar
    3. Praktische Erfahrungen mit dem BSG-ITSEC-Modell
    4. Weitere Instrumente der BSG-ITSEC-ToolBox
  6. Weiterführende Entwicklungen
    1. Zertifizierung / Service Level Agreements
    2. Weiterentwicklung der Instrumente