HMD 228, 39. Jahrgang, Dezember 2002

Supplier Relationship Management

Elektronische Kataloge zur Deckung maschinell disponierten Bedarfs

Frank Herrmann

Zusammenfassung

Katalogbeschaffungssysteme finden erfolgreichen Einsatz bei der Beschaffung von Verbrauchsmaterial und zeigen bereits einen hohen Systemintegrationsgrad. Deswegen kommt ihr Einsatz auch für Direktmaterial, maschinell disponiertes Material, geringer und mittlerer Komplexität in Frage. Heute angebotene Systeme erlauben internen und externen Katalogzugriff und ermöglichen die Beschaffung bestandsgeführten und sogar konfigurierten Materials.

Direktmaterialbeschaffung über elektronische Kataloge kann die Stammdatenpflege signifikant reduzieren und dabei schnelle, sichere elektronische Prozesse ermöglichen. Vorteile ergeben sich insbesondere in Branchen mit hoher Anzahl Einzelbeschaffungsvorgänge, die bisher kaum automatisiert sind. Mit der Direktmaterialbeschaffung einher gehen einige Prozessvarianten, die heute von Katalogbeschaffungssystemen noch nicht unterstützt werden, weil sie im Umfeld von Verbrauchsmaterial in der Regel keine Rolle spielen. Diese Einschränkungen reduzieren die Nutzenpotenziale der Direktbeschaffung per E-Procurement zwar, der Einsatz bleibt jedoch interessant.

Inhaltsübersicht

  1. Einleitung
  2. Status quo
    1. Katalogbeschaffung
    2. Integrationsaspekte gängiger Lösungen
  3. Abwicklung bestandsgeführten Materials
    1. Gelagertes Verbrauchsmaterial
    2. Anforderungen an Katalogmanagement
  4. Geschlossene und offene Produktvarianten
    1. Konfiguriertes Material
    2. Einheitliche Oberfläche
  5. Direktmaterialbeschaffung
    1. Anreize für Direktmaterialbeschaffung per E-Procurement
    2. Unterschiedlichkeit der Branchen
    3. Einfacher Prozess
    4. Schwachpunkte
    5. Realisierungsformen von Direktmaterialbeschaffung