HMD 239, 41. Jahrgang, Oktober 2004

Wettbewerbsvorteile durch IT

Beyond Carr - und sie bewegt sich doch

Thorsten Mieze

Zusammenfassung

"Viele CEOs der [IT-]Industrie mögen mit der Vorgabe, dass IT Business niemals voll entwickelt sein wird, weiterhin in der Öffentlichkeit ihren 'Peter Pan' -Komplex ausleben. Aber hinter den Kulissen demontieren sie ihr 'Neverland' bereits Stück um Stück."
[Carr 2004]

Ein Jahr ist vergangen, seit der Harvard-Absolvent (M.A.) und heute frei schaffende Autor Nicholas G. Carr in der Maiausgabe des Harvard Business Review (HBR) 2003 sein provokatives Essay "IT Doesn't Matter" veröffentlichte [Carr 2003]. Ein Jahr, in dem aufgebrachte Kritiker aus dem "Who´s who" der IT-Welt Sturm liefen gegen einen augenscheinlichen Parvenü, gegen Ungerechtigkeit, hintergründig schwache Argumentation, schlechte Recherchearbeit und unzureichende Kenntnis der kritisierten Materie. Ein Jahr, in dem zahlreichen Berichten zufolge entscheidungsfreudige Manager als Reaktion auf diesen Artikel, ungeachtet all seiner Kritik, Informationstechnologie fortan mit neuen Augen sahen und oft sogar ihre CIOs aus den eigenen Unternehmen verbannten. Rückblickend erscheinen dem einen oder anderen Beobachter einige Reaktionen abrupt und unüberlegt - menschlich eben. Die streitenden Parteien jedoch beharren auf ihren diametral entgegengesetzten Standpunkten. Heute mehr denn je.

Inhaltsübersicht

  1. Einleitung - der Fluch des Carr
  2. Carrs Thesen - eine Analyse
  3. Seine Schlussfolgerungen
  4. Die Entwicklung von IT in Unternehmen
  5. Die eigentliche Diskussion ist also eine andere
  6. Schlussfolgerungen und Managementempfehlung
  7. Ausblick
  8. Literatur

Dieses Heft ist vergriffen, d.h. nicht mehr lieferbar. Eine Neuauflage ist nicht geplant. Die Beiträge aus diesem Heft sind jedoch noch separat und kostenpflichtig bei GBI-Genios erhältlich.