HMD 252, 43. Jahrgang, Dezember 2006

Social Software

Social Software als organisatorisches Phänomen - Einsatzmöglichkeiten in Unternehmen

Ayelt Komus

Zusammenfassung

Social Software gewinnt aufgrund beeindruckender Erfolge immer mehr Beachtung. Dabei stehen nicht die Softwareapplikationen, sondern vielmehr komplexe soziotechnische Systeme im Vordergrund. Betrachtet man Social-Software-Systeme auf Basis organisationstheoretischer Ansätze, so zeigt sich, dass klassische Organisationsansätze versagen, während modernere Ansätze Hinweise zum Verständnis der hohen Systemleistung von Social-Software-Systemen geben. Die Potenziale von Social-Software-Systemen lassen sich auch auf die Nutzung in Unternehmen übertragen. Projektmanagement, Geschäftsprozessentwicklung, Produktdokumentation, Produktentwicklung u.v.a. lassen sich durch Social-Software-Ansätze sinnvoll unterstützen. Schlüssel für die erfolgreiche Übertragung in Unternehmen ist dabei nicht nur die technische, sondern auch die organisatorische und kulturelle Übertragung der Erfolgsfaktoren der Social Software. Gelingt die Einführung von Social-Software-Konzepten in Unternehmen, so verheißt dies kulturelle Veränderungen, die in ihrer positiven Wirkung über das ursprüngliche Anwendungsfeld hinausgehen können.

Inhaltsübersicht

  1. Gemeinsamkeiten von Social-Software-Systemen
  2. Organisatorische Erklärungsansätze
  3. Nutzung von Social-Software-Konzepten in Unternehmen
    1. Projektmanagement
    2. Geschäftsprozessmanagement
    3. Verfahrensanweisungen, Gebrauchsanleitungen, Dokumentationen, Ratgeberplattformen
    4. Ideenmanagement und betriebliches Vorschlagswesen
    5. Produktentwicklung
    6. Customer Relationship Management
    7. Kommunikation
  4. Anwendungsfelder für Social-Software-Konzepte
  5. Nutzenpotenziale in Unternehmen
    1. Einsatz im Informationsmanagement
    2. Chancen und Herausforderungen
  6. Literatur