HMD 252, 43. Jahrgang, Dezember 2006

Social Software

Ortsbezogene und mobile Communities

Ralf Armbruster, Norbert Fröschle

Zusammenfassung

Die Debatte um das Potenzial von Web 2.0 und Social Software hat oftmals ausschließlich globale Einheiten im Fokus: "globale Suchmaschinen" (Google), "globale Marktplätze" (Amazon, eBay) oder "globale Communities" (Wikipedia, OpenBC, Flickr). Menschen sind aber nicht allein "Global Player", der Ort und die mobile Bewegung zwischen Orten bestimmen unser (Internet-)Verhalten. Der Beitrag integriert diese fehlende Sichtweise und stellt ortsbezogene und mobile Communities in den Mittelpunkt. An dem Best-Practice-Beispiel "mobil.stuttgart.de" wird gezeigt, wie ein mobiles Bürgerportal erfolgreich aufgebaut werden kann. Anschließend entwirft der Beitrag eine Blaupause zu Ansätzen und Mehrwertdiensten, wie über die Mechanismen Personalisierung (Kontext- und Bedürfnisbezug), Georeferenzierung (Ortsbezug) und soziale Vernetzung (Community-Gruppenbezug) eine Bürger-Community geschaffen werden kann.

Inhaltsübersicht

  1. Einleitung
  2. Best-Practice-Beispiel für ein mobiles Bürgerportal: "mobil.stuttgart.de"
    1. Initiative
    2. Strategie und Kontext
    3. Inhalte und Funktionalitäten
    4. Vorgehen
    5. Technologie
    6. Alleinstellungsmerkmale und Lessons Learned
  3. Bürger-Communities
    1. Ansatz und Mehrwertdienste
    2. Bürger-Communities im Web 1.0 vs. im Web 2.0
  4. Literatur