HMD 253, 44. Jahrgang, Februar 2007

Serviceorientierte Architekturen

Herausgeber:

IT-Management serviceorientierter Architekturen

Andreas Schmietendorf

Zusammenfassung

Mit einer serviceorientierten Architektur (SOA) geht die strikte Forderung einher, das IT-Servicemanagement entsprechend den Geschäftsfunktionen der unterstützten Geschäftsprozesse auszurichten. Es gilt, die im Rahmen einer Applikation genutzten Services jederzeit identifizieren zu können, um in der Lage zu sein, strategisch, planerisch und operativ auf Änderungsbedürfnisse zu reagieren. Dabei spielt die Zeitdauer, in der Services innerhalb einer Anwendung eingebunden bzw. abgeschaltet werden können, eine entscheidende Rolle in der Differenzierung zum Mitbewerber. Insbesondere die geringere Bindung an einen IT-Provider stellt einen wichtigen Vorteil einer SOA gegenüber klassischen Architekturen dar. Ebenso erfordert eine SOA eine stärkere Berücksichtigung des IT-Servicemanagements im Rahmen der Serviceentwicklung, denn dort werden die Grundlagen für eine derartige Flexibilität gelegt. Eine wesentliche Voraussetzung zur SOA-Implementierung bezieht sich auf die Integrierbarkeit der verwendeten Servicemanagementlösungen. Nur wenn diese über offene und standardisierte Schnittstellen mit geringem Aufwand eingebunden werden können, kann tatsächlich auf "ad hoc" genutzte Serviceangebote im Sinne eines ITIL-konformen Managements reagiert werden.

Inhaltsübersicht

  1. Einführung
  2. Infrastrukturkomponenten einer SOA
    1. Enterprise Service Bus (ESB) als Kommunikationsbackbone
    2. SOA-Management mithilfe eines Servicecenters
    3. Auswirkungen auf den Betrieb
  3. ITIL-konformes Management einer SOA
    1. Der Servicebegriff im Kontext von ITIL
    2. SOA aus Sicht des Service Support
    3. SOA aus Sicht des Service Delivery
  4. Web-Service-Spezifikationen zum Servicemanagement
  5. Literatur