HMD 254, 44. Jahrgang, April 2007

IT-Controlling

Herausgeber: Martin Kütz, Andreas Meier

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Editorial

Das Controlling boomt. In Phasen unsicherer Zukunft und Marktentwicklung werden überall Controller gesucht, im Unternehmen, in Organisationen, ja selbst in der Verwaltung. Ausbildungsgänge und angebote wachsen wie Pilze aus dem Boden. An Universitäten und Hochschulen werden Spezialisierungen und Vertiefungen angeboten: Unternehmenscontrolling, Vertriebscontrolling, Organisationscontrolling, Personalcontrolling, ja selbst die IT bleibt nicht verschont.

Das IT-Controlling beschäftigt sich mit der Planung, Überprüfung und Steuerung der Informationsinfrastruktur sowie der Anwendungssysteme. Beim Informationsmanagement sind die Controlling-Objekte unterschiedlicher Art: Sie reichen von Informatikprojekten, Informationssystemen, Web-Plattformen, Supportdienstleistungen, Sicherheitsvorkehrungen bis hin zu Personal- und Führungselementen.

Was auffällt beim IT-Controlling, nicht nur in diesem Heft, ist der Trend zu produkt- und prozessorientierten Verfahren, so z.B. für die Leistungsverrechnung. Der Grund liegt darin, dass bei produkt- oder prozessorientierter Leistungsverrechnung die Ausrichtung auf den Kunden besser gelingt. Informatikprodukte und dienstleistungen müssen ja vom Kunden akzeptiert und bewertet werden. Der Kunde - sowohl der firmeninterne wie externe - möchte die IT-Leistung verstehen, mitgestalten und seinen Bedürfnissen entsprechend nachfragen.

Ein weiterer Trend scheint die Wiederentdeckung des Projekts, besser gesagt des Projektportfolios zu sein. Das Management und das Controlling eines Projektportfolios ist eine anspruchsvolle Aufgabe, da Zielkonflikte, Ressourcenengpässe, Zeitverzüge und Qualitätsprobleme vorprogrammiert sind. Stellt schon das Management eines einzelnen Projektes eine Herausforderung dar, so gilt das sicher auch für das Multiprojektmanagement und -controlling.

Das Schwerpunktheft HMD 254 stellt für Sie, liebe HMD-Leserin, lieber HMD-Leser, die aktuellen Methoden und Techniken des IT- Controllings zusammen. Neben Grundlagen, produkt- und serviceorientierten Verfahren, Methoden für das Controlling von Projektportfolios oder einem Entscheidungsraster für das Outsourcing erhalten Sie vor allem Erfahrungswerte aus konkreten Projekten. Damit gelingt es Ihnen, die Chancen und Risiken und vor allem das Potenzial beim IT-Controlling besser abschätzen zu können.

Controlling stammt bekanntlich aus dem Englischen und bedeutet Steuern und Koordinieren. Auch im IT-Controlling müsste man diesem Grundsatz nachleben, trotz Leistungs- und Kostendruck. Und zudem gilt es nicht zu vergessen, dass Investitionen in die Ressource Information nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ bewertet werden sollten.

Mit den besten Grüßen

Martin Kütz Andreas Meier