HMD 255, 44. Jahrgang, Juni 2007

Web 2.0

Herausgeber: Astrid Beck, Michael Mörike, Heinz Sauerburger

Implementierung von Regelkreisen in Geschäftsmodellen für Web 2.0-Publikumsdienste

Jürgen Karla

Zusammenfassung

Der Begriff Web 2.0 hat sich mittlerweile im allgemeinen Sprachgebrauch durchgesetzt. Der vorliegende Beitrag liefert eine Begriffsbestimmung und orientiert sich an den in den Geschäftsmodellen implementierten Regelkreisen. Diese finden sich im Marktmodell im Rahmen der gezielten Bearbeitung von Nischenmärkten. Im Leistungserstellungs- und -angebotsmodell spiegeln sich Regelkreise in der Idee der Perpetual-Beta-Versionen wider. Im Rahmen des Beschaffungsmodells sind die Nutzer regelmäßig stark eingebunden, insofern finden sich hier insbesondere soziale Regelkreise, z.B. in der gegenseitigen Bewertung von User Generated Content. Die Erlösmodelle bieten beispielsweise den werbetreibenden Unternehmen Regelkreise zur Erfolgsmessung an. Für alle Teilbereiche ist als Erfolgsfaktor eine marktrelevante Größe der Web 2.0-Communities zu nennen - es handelt sich demnach häufig um "The Winner takes it all"-Märkte.

Inhaltsübersicht

  1. Einleitung
  2. Begriffsabgrenzung
  3. Analyse der Geschäftsmodellkomponenten
    1. Marktmodell
    2. Leistungserstellungs- und Leistungsangebotsmodell
    3. Beschaffungsmodell
    4. Distributionsmodell
    5. Erlösmodell
  4. Regelkreise als Erfolgsfaktoren für Web 2.0-Publikumsdienste
  5. Literatur