HMD 255, 44. Jahrgang, Juni 2007

Web 2.0

Herausgeber: Astrid Beck, Michael Mörike, Heinz Sauerburger

Unternehmerische Wertschöpfung im Web 2.0

Oliver Bohl, Shakib Manouchehri, Udo Winand

Zusammenfassung

Web 2.0-Anwendungen erfreuen sich bei privaten Nutzergruppen einer zunehmenden Beliebtheit. Unternehmen vermissen jedoch eine adäquate Charakterisierung von Potenzialen und Effekten der propagierten Anwendungen auf die unternehmerische Wertschöpfung. Diesem Spannungsfeld nimmt sich der vorliegende Beitrag an. Im Mittelpunkt des Interesses stehen Unternehmen, die Veränderungen ihrer Wertschöpfung durch die Nutzung entsprechender Angebote erwarten. Die Untersuchung umfasst sowohl die interne Wirkung (u.a. durch die zunehmende Vernetzung, die Vereinfachung der Kommunikation, durch Netzwerkeffekte sowie durch die steigende Nutzerbeteiligung) als auch die externen Effekte (Prosumenten, Mashups etc.) des Einsatzes von Web 2.0. Ein wesentliches Ziel ist es, Paradigmen des Web 2.0 durch eine Gegenüberstellung mit generellen Trends, die auf die Wertschöpfung in Unternehmen Einfluss haben, auf ihre Potenziale zur Unterstützung oder zur Konterkarierung dieser Trends hin zu untersuchen. Zu diesem Zweck werden nach einer Definition grundlegender Begriffe wesentliche Trends und ihre Entsprechungen im Web 2.0 anhand dreier Submodelle von Geschäftsmodellen diskutiert. Darauf aufbauend wird detailliert auf Chancen und Risiken der unternehmerischen Anwendung von Web 2.0-Paradigmen eingegangen.

Inhaltsübersicht

  1. Web 2.0: Paradigmen und Geschäftsmodelle
  2. Trends im Web 2.0
    1. Marktmodell-orientierte Betrachtungen
    2. Aktivitätenmodell-orientierte Betrachtungen
    3. Kapitalmodell-orientierte Betrachtungen
  3. Chancen und Risiken der unternehmerischen Anwendung von Web 2.0
  4. Fazit
  5. Literatur