HMD 255, 44. Jahrgang, Juni 2007

Web 2.0

Herausgeber: Astrid Beck, Michael Mörike, Heinz Sauerburger

Web 2.0-Entwicklung - ewige Beta-Version

Volker Hoyer, Christoph Schroth, Katarina Stanoevska-Slabeva, Till Janner

Zusammenfassung

Eine neue Generation von internetbasierten Community-Plattformen wie YouTube, Flickr oder del.icio.us hat in den letzten Jahren großes Interesse in Forschung und Industrie hervorgerufen. Diese Plattformen beziehen den Nutzer als zentralen Teil des Applikationsdesigns explizit mit ein und prägen einen neuen Trend in der Entwicklung von Web-Anwendungen. Zahlreiche Funktionalitäten, die exakt den Bedürfnissen der Nutzer entsprechen, können so bereitgestellt und kontinuierlich weiterentwickelt werden. Dem Paradigma der ewigen Beta-Version entsprechend, stellen Web 2.0-basierte Anwendungen keine statischen Softwareartefakte mehr da. Sie sind vielmehr dezentrale Dienste, die sowohl von Nutzern als auch von Betreibern ständig angepasst werden können. Die fortwährende Anpassung von Web 2.0-Plattformen stellt insbesondere an den Entwicklungsprozess neue Anforderungen. Durch Anwendung von klassischen Methoden der Softwareentwicklung können diese nicht erfüllt werden. Dieser Artikel beschreibt damit verbundene Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze und illustriert diese mit zahlreichen Beispielen.

Inhaltsübersicht

  1. Motivation
  2. Herausforderungen der Web 2.0-Serviceentwicklung
    1. Vorgehensmodell
    2. Entwicklungsparadigma und Softwarearchitektur
    3. Management
  3. Serviceentwicklungsmodell in der Web 2.0-Ära
  4. Zusammenfassung und Ausblick
  5. Literatur