HMD 255, 44. Jahrgang, Juni 2007

Web 2.0

Herausgeber: Astrid Beck, Michael Mörike, Heinz Sauerburger

Eine neue DIN-Norm zum Projekt-management: Eine kritische Analyse aus Sicht der Wirtschaftsinformatik

Frederik Ahlemann

Zusammenfassung

Seit den 60er-Jahren gibt es eine Normenreihe des Deutschen Instituts für Normung (DIN), die Begriffe, Verfahren und Systeme des Projektmanagements standardisiert. Diese Normenreihe wurde 1987 mehrheitlich zum letzten Mal aktualisiert [DIN 69900a, DIN 69900b, DIN 69901, DIN 69902, DIN 69903, DIN 69904, DIN 69905] und kann damit angesichts der Weiterentwicklung der Projektmanagementdisziplin als veraltet angesehen werden. Aus diesem Grund liegt derzeit ein vollständig überarbeiteter und erweiterter Normvorschlag beim DIN vor. Der vorliegende Beitrag erläutert diesen Vorschlag, vergleicht ihn mit anderen Standards für das Projektmanagement und hinterfragt seinen Nutzen für die Praxis der Wirtschaftsinformatik. Der Beitrag arbeitet heraus, dass der Entwurf zwar einen signifikanten Fortschritt darstellt, aber aufgrund seines Umfangs und seiner Beschränkung auf den deutschen Sprachraum nur für bestimmte Projektszenarien geeignet ist.

Inhaltsübersicht

  1. Handlungsbedarf in der deutschen Projektmanagementnormung
  2. Struktur und Inhalte des Normvorschlags
    1. Genereller Aufbau
    2. Begriffe
    3. Methoden
    4. Prozesse
    5. Datenmodell
  3. Vergleich mit weiteren Projektmanagementstandards
    1. Project Management Body of Knowledge (PMBOK)
    2. ISO 10006: Qualitätsmanagement in der Projektabwicklung
    3. International Project Management Competence Baseline (ICB)
    4. PRINCE2
    5. Gegenüberstellung
  4. Kritische Würdigung aus Sicht der Wirtschaftsinformatik
    1. Einsatzbereiche
    2. Nutzeffekte
  5. Literatur