HMD 256, 44. Jahrgang, August 2007

IT-Industrialisierung

Herausgeber: Hans-Peter Fröschle, Susanne Strahringer

Industrielle Konzepte bei der Entwicklung und Produktion von IT-Services

Titus Kaufmann, Michael Schlitt

Zusammenfassung

Bei der Strukturierung und Entwicklung von IT-Serviceangeboten steht vor allem der Produktan-satz (IT-Services als Dienstleistungsprodukte) auf Basis eines Spektrums möglichst standardisierter, wieder verwendbarer, kombinierbarer Servicemodule im Vordergrund, während der Schwerpunkt bei der Leistungserbringung wiederum bei der Realisierung von Ratiopotenzialen mithilfe der Arbeitsteilung auf der Basis standardisierter Herstellungs- und Managementprozesse für jeweils gleichartige Tätigkeiten liegt. Erfahrungen bei der praktischen Umsetzung, insbesondere im Zusammenhang mit Outsourcing und unter Berücksichtigung des Business/IT-Alignments, zeigen allerdings auch Grenzen und Voraussetzungen der Anwendbarkeit industrieller Konzepte auf. Diese werden dann sichtbar, wenn der IT-Service zunehmend zum integrierten Bestandteil eines Geschäftsprozesses oder eines Produkts wird und eine deutliche Differenzierung des Unternehmens und seiner Produkte am Markt angestrebt wird. Um nicht auf die Vorteile industrieller Konzepte verzichten zu müssen, werden spezifische Konzepte wie die Kundenintegration in die Betrachtung einbezogen.

Inhaltsübersicht

  1. Servicemodellierung und -produktion auf Basis industrieller Konzepte
  2. Grenzen der Anwendung industrieller Konzepte bei Berücksichtigung des Business/IT-Alignments
    1. Funktionale Differenzierungsfaktoren
    2. Temporale Differenzierungsfaktoren
    3. Beherrschbarkeit der Steuerungskomplexität
  3. Kundenintegration zur optimierten Nutzung von IT-Service-Standards
  4. Literatur