HMD 258, 44. Jahrgang, Dezember 2007

Enterprise Content Management

Herausgeber: Hans-Peter Fröschle, Siegfried Reich

User Generated Content und Metadatenmanagement

Christian Kittl, Christian Zeidler

Zusammenfassung

Enterprise Content Management (ECM) bezeichnet Konzepte, Methoden, Technologien und Anwendungen rund um die elektronische Unterstützung von Geschäftsprozessen auf Basis von unternehmensweit vorhandenen Dokumenten. ECM ist dabei kein völlig neuer Ansatz, sondern integriert Lösungen z.B. für das Dokumentenmanagement oder Web Content Management. Bereits in der Vergangenheit sind mit solchen Systemen mehr oder weniger strukturiert enorme Datenmengen verwaltet worden. Trotzdem scheitern Geschäftsprozesse immer öfter nicht daran, dass die gerade benötigten Daten nicht im Unternehmen existieren, sondern dass der effiziente Informationseinsatz misslingt. Schuld ist, dass die Möglichkeit zur Eingabe von Metadaten von den Dokumentenerstellern aus vielfachen Gründen kaum genutzt wird und ein effizientes Finden allein auf Basis der automatisch generierten Metadaten oft nicht möglich ist. Mit dem Einzug von Web 2.0-Konzepten in den Bereich der innerbetrieblichen Nutzung steigt die Menge an schwach strukturierten Daten, für deren Erschließung viele Metadaten benötigt werden, weiter an, und das Problem verschärft sich noch. Hier wird ein Lösungsansatz auf Basis eines hybriden Ansatzes (automatisch & nutzergenerierte Metadaten) vorgeschlagen.

Inhaltsübersicht

  1. Einleitung - Motivation für ECM
  2. Der ökonomische Nutzen von ECM und die Bedeutung von Metadaten
  3. Das Problem der Metadaten
    1. Quellen für Metadaten
    2. Probleme im Zusammenhang mit der Metadatengenerierung
  4. Ein hybrides Verfahren zur Lösung der Metadatenproblematik
  5. Zusammenfassung
  6. Literatur