HMD 259, 45. Jahrgang, Februar 2008

Customer & Supplier Relationship Management

Herausgeber: Stefan Koch, Susanne Strahringer

Supplier Relationship Management im Krankenhaus

Tobias Mettler, Peter Rohner

Zusammenfassung

Strukturelle Veränderungen des Gesundheitswesens und eine zunehmende Marktdynamik führen dazu, dass sich Krankenhäuser verstärkt um Prozessoptimierung und Kosteneinsparungen bemühen müssen. Eine aktive und differenzierte Gestaltung der Beziehungen zu Lieferanten gewinnt dabei immer mehr an Bedeutung. Die Fallstudie aus dem Universitätsspital Zürich zeigt, dass durch Einführung verschiedener Instrumente des Supplier Relationship Management (SRM) erhebliche Vorteile entstehen können. Aus organisatorischer Sicht kann durch Gründung eines Einkaufsverbunds Markttransparenz geschaffen werden, was später bei Verhandlungen über Preise und Konditionen genutzt werden kann. Aus technischer Sicht kann durch Einführung verschiedener E-Procurement-Tools nicht nur die Effizienz gesteigert, sondern auch die Qualität der Informationen erhöht werden. Dabei profitiert sowohl die Einkaufsabteilung als auch das Pflegepersonal.

Inhaltsübersicht

  1. Bedeutung der Lieferantenbeziehung im Gesundheitswesen
  2. SRM in Krankenhäusern
    1. Strategisches Management der Lieferantenbeziehung (Sourcing)
    2. Operative Beschaffungsaufgaben (Procurement)
    3. Monitoring und Controlling der Lieferantenbeziehung
  3. SRM im Universitätsspital Zürich - eine Fallstudie
    1. Strategisches Sourcing: Die Gründung des Einkaufsverbunds Symbia
    2. Operatives Procurement: Die Nutzung von Desktop Purchasing
    3. Nutzen für das Universitätsspital Zürich
  4. Mehr SRM im Gesundheitswesen
  5. Literatur