HMD 260, 45. Jahrgang, April 2008

IT-Projektmanagement im Wandel

Herausgeber: Karsten Hoffmann, Michael Mörike

Das Projekt als widerständiges Nest

Gerhard Wohland, Iris Wetteborn

Zusammenfassung

Die Provokation vorweg: Für das Management des dynamischen Anteils von Projekten sind die üblichen Projektmanagementmethoden nutzlos oder - ein Vorschlag zur Güte - sie sind Nebensache.

Die Enge globaler Märkte zwingt Unternehmen, sich mit Ideen Konkurrenz zu machen. Ideen sind immer Überraschungen. Die Menge dieser Überraschungen nennen wir Dynamik. Sie nimmt zu und ist inzwischen dominierendes Umgebungselement fast aller Projekte.

Die meisten Unternehmen leiden unter dieser neuen Dynamik. Die wenigen, die diese neue Dynamik in Gebrauch nehmen, nennen wir "dynamikrobuste Höchstleister". Sie benutzen neben den bekannten wissensbasierten Prozessen vor allem sogenannte dynamikrobuste Pro-jekte für ihre Wertschöpfung.

Wer Höchstleister nicht nur bewundern, sondern als Vorbild nutzen will, muss sie verstehen. Da diese mehr auf Können statt auf Wissen basieren, ist dies nicht leicht. Wir benutzen dazu einen systemischen Denkhintergrund.

Inhaltsübersicht

  1. Dynamik
  2. Projekt als Lösung?
  3. Dynamik und Methode
  4. Problemlösung in Unternehmen
  5. Die temporär modifizierte Linie - eine dynamikempfindliche Projektstruktur
    1. Doppelführung
    2. Destruktive Schutzräume
  6. Das widerständige Nest - eine dynamikrobuste Projektstruktur
    1. Die vier Quadranten des widerständigen Nests
    2. Elemente des widerständigen Nests
  7. Weitere Werkzeuge der Höchstleister
  8. Schlussbemerkung
  9. Literatur