HMD 261, 45. Jahrgang, Juni 2008

Webbasierte Geschäftsmodelle

Herausgeber: Josephine Hofmann, Andreas Meier

Eine Infrastruktur für das Internet der Dienste

Christian Janiesch, Rainer Ruggaber, York Sure

Zusammenfassung

Der Dienstleistungssektor ist der größte Arbeitgeber in Deutschland und hat überdurchschnittliche Wachstumsraten. Ein Ziel des Texo-Projekts ist es, Dienstleistungen (ähnlich zu Produkten) über Business Webs handelbar und damit auch exportierbar zu machen. Business Webs sind Dienstleistungsnetzwerke, in denen unabhängige Unternehmen zusammenarbeiten, um gemeinsam Dienstleistungen zu erbringen. Hierfür wird mit Texo eine Infrastruktur entwickelt, um diese Dienstleistungen im Internet bereitzustellen. Die Komponierbarkeit von Dienstleistungen ist dabei eine zentrale Eigenschaft, um aufbauend auf existierenden Dienstleistungen neue, innovative Dienstleistungen zu realisieren. Dabei werden diese Dienstleistungen von unterschiedlichen Anbietern bereitgestellt und integriert. Der Fokus liegt auf webbasierten Dienstleistungen, die zugreifbar über das Internet sind (eServices). Es werden sowohl Business-Dienste (Dienstleistungen) als auch deren Realisierung durch technische Dienste (z.B. Webservices) betrachtet. Der Texo-Marktplatz eröffnet damit kleinen und mittelständischen Dienstleistern neue Märkte und ermöglicht es Texo-Nutzern, ihre Software dynamisch an Veränderungen anzupassen. Auf Basis differenzierter Geschäftsmodelle entstehen individuelle Geschäftsbeziehungen. Der vorliegende Artikel erläutert den konzeptionellen Rahmen dieses Projekts an einem konkreten Beispiel.

Inhaltsübersicht

  1. Business Webs im Internet der Dienste
  2. Handelbarkeit von Dienstleistungen als webbasiertes Geschäftsmodell
  3. Stakeholder des Texo-Marktplatzes
  4. Dienstleistungsszenario in Texo
  5. Zusammenfassung und Ausblick
  6. Literatur