HMD 262, 45. Jahrgang, August 2008

Unternehmensarchitekturen

Herausgeber: Gerold Riempp, Susanne Strahringer

Master Construction Plan bei der Volkswagen AG

Stephan Gieffers-Ankel, Gerold Riempp, Dagmar Tenfelde-Podehl

Zusammenfassung

Der Master-Construction-Plan-(MCP-)Prozess und die zugrunde liegende MCP-Methode werden im Volkswagen-Konzern unternehmensweit zur Konsolidierung des Geschäftsanwendungsportfolios und damit als wichtiger Teil des Unternehmensarchitekturmanagements verwendet. Im Jahreszyklus werden die Strategien für verschiedene Teilbereiche des Portfolios überarbeitet. Anhand dieser Strategien werden die Zukunftsfähigkeit und der Einsatzbereich aller Anwendungen des Konzerns von den Verantwortlichen der IT- und Fachbereiche überprüft und Konzernstandards definiert. Die so definierten Vorgaben werden systematisch bis zur mittel- und langfristigen Umsetzung in konkreten Projekten verfolgt. Der Schwerpunkt des MCP-Prozesses liegt darauf, fachliche Standardisierungsentscheidungen für unternehmensweit genutzte Geschäftsanwendungen systematisch einzufordern und Transparenz über den Entscheidungs- und Umsetzungsprozess herzustellen. Er erweitert die existierenden IT-Governance-Prozesse um ein systematisches Management der Unternehmensarchitektur im Bereich der Geschäftsanwendungen.

Inhaltsübersicht

  1. Ausgangssituation
  2. Fachliche Standardisierung als IT-Governance-Aufgabe
  3. Wissenschaftlicher Kontext und Verortung
  4. Darstellung der MCP-Methode
    1. Übersicht der Ergebnistypen
    2. MCP-Portfolio
    3. MCP-Prozess
    4. Erfahrungen aus der Anwendung
  5. Gestaltungsgrundlagen und Erkenntnisse
  6. Weiterentwicklung in Praxis und Forschung
  7. Literatur