HMD 264, 45. Jahrgang, Dezember 2008

Wertorientiertes IT-Servicemanagement

Herausgeber: Hans-Peter Fröschle, Rüdiger Zarnekow

Best Practice im wertorientierten IT-Servicemanagement - zwei Frameworks im Vergleich

Jürgen Gross

Zusammenfassung

Im heutigen Bestreben, IT-Management professionell weiterzuentwickeln, gibt es zwei wesentliche Ansätze, die diese Diskussion und Weiterentwicklung beeinflussen:

Beide Frameworks haben eine erhebliche Verbreitung in den Unternehmen. Es wird auch in Zukunft und unabhängig von den beiden Referenzwerken die Diskussion um das wertorientierte IT-Management geben. Die beiden Referenzwerke ergänzen sich in vielem und sind im Allgemeinen als komplementär zu betrachten, sie sind jedoch nicht "steckerkompatibel". Die Kompatibilität muss im jeweiligen Einzelfall im Unternehmen hergestellt werden, sie ist nicht immanent.

Wertorientierung hat nun mal mit Standpunkten und Sichtweisen zu tun, und derer gibt es viele. Hinzu kommt, dass die IT-Services sich sowohl technologie- als auch aufgabengetrieben weiterentwickeln werden und somit sowohl die Frage "Wie setze ich die Services ein?" als auch die Frage "Wie erbringe ich die Services?" immer neue Facetten erhalten werden. IT-Service ist seit einiger Zeit eine eigene Branche geworden, und Strategie bedeutet hier Strategie für das Serviceunternehmen, während der Anwender bei Strategie immer seine eigene meint.

Inhaltsübersicht

  1. Verbreitungsgrad CobiT und ITIL
  2. Stellenwert der Wertorientierung
  3. Struktureller Vergleich von CobiT und ITIL
    1. Historische Entwicklung
    2. Prozessunterschiede
    3. Kennzahlen
    4. Rollen und Verantwortlichkeiten
  4. Empfehlungen
  5. Literatur