HMD 265, 46. Jahrgang, Februar 2009

eGovernment

Herausgeber: Josephine Hofmann, Siegfried Reich

Nutzenpotenziale des "Social Semantic Web" im öffentlichen Sektor am Beispiel semantischer Wikis

Andreas Blumauer, Bernhard Krabina

Zusammenfassung

Semantic Wikis als Alternative zu "klassischen" Wiki-Systemen vereinen die Vorteile des kollaborativen Ansatzes der Wissenserstellung und -bewertung von Social Software und der strukturierten Herangehensweise des Semantic Web beim Aufbau von Wissensbasen.

Darüber hinaus bauen semantische Wikis auf Spezifikationen des Semantic Web auf, das eine immer wichtigere Rolle dabei spielt, eine globale Infrastruktur für semantisch interoperable Datenmodelle bereitzustellen, auf die anwendungsübergreifend interpretierbare Datenbestände bzw. Services aufsetzen können. Die öffentliche Verwaltung scheint offensichtlich ein ebenso geeignetes Segment zu sein, um die Idee eines "(Semantic) Web of Data" im großen Stil zu adaptieren, wie dies die Lebenswissenschaften in den letzten Jahren mit zählbaren Erfolgen bereits vorexerziert haben.

Anhand des konkreten Fallbeispiels "Plattform Verwaltungskooperation", das im Kern als semantisches Wiki realisiert wurde, soll dieser Beitrag zeigen, welches Nutzenpotenzial für das eGovernment in einem semantischen Web entstehen kann.

Inhaltsübersicht

  1. Die Bedeutung des Semantic Web in der öffentlichen Verwaltung - eine kurze Bestandsaufnahme
  2. Social Software und der Einsatz von Wikis als Triebfeder für ein eGovernment 2.0?
  3. Was ist ein Semantic Wiki? Social Software + Semantic Web = Social Semantic Web
  4. Plattform Verwaltungskooperation: Ein semantisches Wiki für die öffentliche Verwaltung
  5. Ausblick: Öffentliche Verwaltung im "(Semantic) Web of Data"
  6. Literatur