HMD 266, 46. Jahrgang, April 2009

Prozessmanagement

Herausgeber: Stefan Reinheimer

Software Engineering serviceorientierter Prozesse

Susanne Robra-Bissantz, Bernhard Rumpe, Patrick Helmholz, Elena Kozlowski, Dirk Reiß, Silke Siegel

Zusammenfassung

In einer Zeit, in der Unternehmen zunehmend darauf angewiesen sind, dass ihre Stakeholder (z.B. Mitarbeiter, Kunden) Prozesse freiwillig und/oder jenseits traditioneller Unternehmensgrenzen vorantreiben, wird die Serviceorientierung zu einem Paradigma, das sich auf die Gestaltung und IT-Unterstützung der Prozesse selbst beziehen muss. Denn allein ein Prozess, der dem Mensch als Dienstleistung einen Nutzen verspricht, die Arbeit deutlich erleichtert und an seinen Präferenzen ausgerichtet ist, wird nachhaltig von diesem akzeptiert.

Prozessorientierte Informationssysteme können durch eine situationsspezifische, selbstadaptierende Software serviceorientiert und damit nutzergerechter gestaltet werden und so zu besserer Akzeptanz im Unternehmen und für dessen Partner führen. Dieser Artikel beschreibt die grundlegenden Konzepte der Situierung und skizziert, wie diese durch eine geeignete Softwarearchitektur realisiert werden kann.

Inhaltsübersicht

  1. Motivation
  2. Situierung
    1. Situation eines Geschäftsobjekts
    2. Aufgaben in der Informationssystemgestaltung
    3. Aufgaben des Informationssystems
  3. Architekturen für serviceorientierte situierte Software
    1. Serviceorientierte Architekturen
    2. Ereignisgetriebene Architekturen
    3. Kombination von EDA und SOA
  4. Programmierparadigmen für serviceorientierte situierte Software
  5. Architekturvorschlag für serviceorientierte situierte Software
  6. Fazit
  7. Literatur