HMD 266, 46. Jahrgang, April 2009

Prozessmanagement

Herausgeber: Stefan Reinheimer

ProcessSharePoint ® - ein Praxisbericht zur Lösung des Last-Mile-Problems in der Prozessimplementierung

Bernd Hilgarth, Jörg Purucker, Harald Mayer, Florian Göldner

Zusammenfassung

Business Process Management (BPM) hat seit der viel zitierten Veröffentlichung von Hammer und Champy in unterschiedlichen Reife- und Umsetzungsgraden Einzug in Profit- und Non-Profit-Organisationen jeglicher Größe gehalten. Die Neugestaltung und Optimierung von Geschäftsprozessen sowie die damit verbundenen Aufgaben von der tief greifenden Neugestaltung der Auf- und Ablauforganisation bis hin zur Umsetzung von kontinuierlichen Verbesserungsmaßnahmen scheitern oftmals an einer letzten Hürde - der Implementierung der definierten Sollprozesse in das operative Handeln auf Vorgangsebene von Organisationen. Eine Ursache dieses sogenannten Last-Mile-Problems, das auch große Industrieunternehmungen wie die Siemens AG beschäftigt, ist die zu große Entfernung der Methodik und Werkzeugunterstützung bei der Prozessdokumentation von der gelebten Realität. Dieses Problem wurde im Rahmen mehrerer Prozessoptimierungsprojekte in verschiedenen fachlichen Kontexten und Geschäftsgebieten der Siemens AG durch den Einsatz des ProcessSharePoint-Frameworks® adressiert und effizient gelöst. Zwei dieser, bei der Siemens AG exemplarisch umgesetzten Projekte im Umfeld "Qualitätsmanagement" und "Marketingkommunikation" werden in diesem Beitrag vorgestellt.

Inhaltsübersicht

  1. Die Prozessimplementierung als Schwachstelle
  2. Lösungsansatz
  3. Praxisbeispiele der Siemens AG
    1. ProcessSharePoint® in der Marketingkommunikation
    2. ProcessSharePoint® im Qualitätsmanagement
  4. Erkenntnisse aus der Anwendung und Relevanzdiskussion
  5. Literatur