HMD 266, 46. Jahrgang, April 2009

Prozessmanagement

Herausgeber: Stefan Reinheimer

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Editorial

Nachdem die Bedeutung von Prozessen eigentlich schon lange hätte bekannt sein müssen - schließlich beruhen schon die frühen Fließbandproduktionen z.B. bei Ford auf dem Grundgedanken, Abläufe so umzusetzen, dass Produktionsdauer und aufwand reduziert werden -, haben sich Prozesse im administrativen und im Dienstleistungsumfeld erst vor sehr viel kürzerer Zeit ihren Platz in der Betriebswirtschaftslehre erkämpft. Dies erfolgte jedoch sehr vehement und nachdrücklich.

Die Quintessenz dieses methodischen Reifeprozesses in der Praxis lässt sich zusammenfassen: Prozesse setzen Strategien um und definieren die Anforderungen an die IT. Diese zentrale Positionierung von Prozessen hat in den letzten Jahren auch Auswirkungen auf die Bedeutung des Prozessmanagements gehabt. Die zahlreichen Artikel, die mich erreicht haben, sind ein eindeutiges Indiz dafür, dass das Thema sowohl in der akademischen als auch in der Praxiswelt nicht nur angekommen, sondern auch von hoher Relevanz ist.

Die vorliegende Ausgabe der HMD gibt einen Überblick darüber, welche Bereiche unternehmerischen Handelns für das Prozessmanagement relevant und von ihm geprägt werden können. Entsprechend breit gefächert sind die Inhalte, die wir für Sie zusammengestellt haben. Die Beiträge können grob in drei Kategorien klassifiziert werden, die aufgrund der thematischen Komplexität nicht überschneidungsfrei sind:

Allen Artikeln ist gemein, dass sie von hoher Praxisrelevanz geprägt sind, unabhängig davon, ob sie aus dem akademischen oder dem unternehmerischen Umfeld stammen.

Nach meiner persönlichen Einschätzung erreicht das Bewusstsein für die Bedeutung des Prozessmanagements gerade seinen Höhepunkt, die initiale Implementierung in der Praxis wird noch einige Jahre anhalten, bis das Thema dann im Standard der Unternehmensführung angekommen sein wird.

Stefan Reinheimer