HMD 267, 46. Jahrgang, Juni 2009

eCollaboration

Herausgeber: Kai Riemer, Susanne Strahringer

eCollaboration mit Social Software in der globalen Softwareentwicklung

Alexander Benlian, Daniel Hilkert, Thomas Hess

Zusammenfassung

Die Entwicklung von Software, die über nationale Grenzen und oftmals sogar über Kontinente hinweg erfolgt, wird aufgrund der temporalen, geografischen und soziokulturellen Distanz vor neue Herausforderungen gestellt. Der Beitrag beschreibt, wie diese Probleme abgeschwächt werden können, indem Anwendungsszenarien von Social Software in entsprechenden Projekten untersucht werden. Die vorgestellten Fallstudien zeigen, dass Social-Software-Anwendungen nicht nur dazu eingesetzt werden können, um Projektinhalte besser zu strukturieren sowie geografisch und temporal verteilte Entwicklungsarbeit besser zu koordinieren. Es wird vielmehr auch demonstriert, dass Social-Software-Anwendungen der Überbrückung von soziokultureller Distanz zwischen den Entwicklern dienen können, indem offengelegt wird, welche Menschen (mit welchen Interessen und kulturellen Eigenheiten) hinter den Softwareentwicklern stecken. Ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Projektbeteiligten erst einmal etabliert, lösen sich viele potenzielle Konflikte aus Mangel an Koordination und Kommunikation häufig von selbst.

Inhaltsübersicht

  1. Merkmale und Problematiken globaler Softwareentwicklung
  2. Social-Software-Anwendungen in der globalen Softwareentwicklung
  3. "Facebook-Applikation" für die Besetzung internationaler Entwicklerteams
    1. Problemstellung
    2. Lösungsbeschreibung
    3. Wesentliche Ergebnisse
  4. Kommentierungsplattform für Softwaremodule nach dem "Flickr-Prinzip"
    1. Problemstellung
    2. Lösungsbeschreibung
    3. Wesentliche Ergebnisse
  5. Erkenntnisse und Empfehlungen
  6. Literatur