HMD 269, 46. Jahrgang, Oktober 2009

Wettbewerbsfaktor IT

Herausgeber: Hans-Peter Fröschle

Value Mapping: Wertorientierte Steuerung von IT-Landschaften

Steffen Lanzinner, Jan Marco Leimeister, Helmut Krcmar

Zusammenfassung

Der Value-Mapping-Ansatz unterscheidet zwischen zwei Kernprozessen - dem IT-Investitionscontrolling und dem IT-Wertcontrolling: In der Planungsphase werden IT-Investitionsvorhaben unter Verwendung der Kapitalwertmethode und einer Nutzwertanalyse zur Bestimmung der Strategiekonformität bewertet. Während des laufenden Betriebs wird der Wertbeitrag einzelner Elemente der IT-Landschaft mithilfe zuvor definierter operativ messbarer Kennzahlen (KPIs) kontrolliert und gesteuert.

Zur Verknüpfung beider Prozesse müssen Werttreiber identifiziert werden, die eine Ursache-Wirkungs-Kette zwischen IT-Wirkungen und Unternehmensstrategie herstellen. Die Beeinflussung jedes Werttreibers wird durch operativ messbare Kennzahlen im Rahmen des IT-Investitionscontrollings geplant und im laufenden Betrieb kontrolliert. Zur Anwendung des Konzepts werden verschiedene etablierte Methoden zur Bewertung von IT-Investitionen verknüpft. Dadurch entsteht ein integrierter Ansatz, der die drei Dimensionen monetäre und nicht monetäre Wirkungen sowie Risiken berücksichtigt.

Inhaltsübersicht

  1. Steuerung der IT-Landschaft
  2. Anforderungen der Unternehmenspraxis an Steuerung der IT-Landschaft
  3. Der Value-Mapping-Ansatz
    1. IT-Investitionscontrolling
    2. IT-Wertcontrolling
  4. Konzeptevaluation durch Experten
  5. Literatur