HMD 270, 46. Jahrgang, Dezember 2009

eTourismus

Herausgeber: Markus Lassnig, Siegfried Reich

Webmarketing in der Hotellerie: Nutzung und Erfolgsfaktoren für den Einsatz

Thomas Reisenzahn

Zusammenfassung

Welche Maßnahmen sind für einen erfolgreichen Verkauf und die effiziente Nutzung der elektronischen Vertriebswege in der Hotellerie die wichtigsten?

Eine ausgewogene Vertriebspolitik gebietet den Verkauf über alle zur Verfügung stehenden Offline- und Online- Vertriebsmöglichkeiten. Neben dem Verkauf über Global Distribution Systems (GDS) und Central Reservation Systems (CRS), die mittlerweile alle internetbasiert arbeiten, sind die Online-Buchungs- und -Reiseplattformen, die hoteleigene Homepage mit Onlinebuchung, Third-Party-Websites und Web 2.0 sowie Social-Media-Anwendungen zu zentralen Verkaufs- und Marketingwerkzeugen geworden.

Eine Befragung zeigt, dass 82 % der österreichischen Hotels Buchungsplattformen im Internet nutzen - allen voran tiscover.at, booking.com sowie hrs.de. Im Schnitt sind die Hotels mit ihren Angeboten auf vier bis fünf Plattformen präsent. 50 % der führenden 4- und 5-Sterne-Betriebe bieten Onlinebuchungen über die eigene Homepage mittels einer Web Booking Engine an.

85 % aller Reisenden beziehen Informationen über das Internet, 70 % reservieren ihre Zimmer bereits online. Das Potenzial der Onlinebuchungen in Europa wird für 2009 auf 65,2 Milliarden Euro geschätzt. Erstmals werden die offline gebuchten Reisen von den online gebuchten überholt werden. Dementsprechend spielt die professionelle Arbeit mit Suchmaschinen - allen voran Google - eine wichtige Rolle für den erfolgreichen Onlineverkauf.

Inhaltsübersicht

  1. Online-Reisemarkt
    1. eCommerce als Vertriebsweg für die Hotellerie
  2. Erfolgsstrategien für die Hotellerie im eTourismus
    1. Hotelhomepage
    2. Reise- und Buchungsplattformen
    3. Onlineverkauf
    4. Suchmaschinenmarketing
    5. Web 2.0
      1. Gästebewertungen und Online-Beschwerdemanagement
      2. Die Gefahren von Web 2.0 und Hotelbewertungen
      3. Social Media
  3. Ausblick
  4. Literatur