HMD 271, 47. Jahrgang, Februar 2010

Web 3.0 & Semantic Web

Herausgeber: Urs Hengartner, Andreas Meier

Augmented und Blended Learning: Potenzial hybrider Lernumgebungen

Michael Reiss, Dirk Steffens

Zusammenfassung

Elektronische Infrastrukturen eröffnen neue Möglichkeiten für Geschäftsmodelle, Management und Teamarbeit sowie für Lernprozesse. Das Management des Lernens von Individuen und Gruppen profitiert von der durch eLearning ermöglichten organisatorischen Virtualisierung vor allem in Form erhöhter Personalisierung, größerer Reichweite und Reduktion von variablen Kosten. Elektronische Infrastrukturen ermöglichen durch Computeranimationen, Simulationen, Educational Games und Virtual-Reality-Systeme ferner eine Repräsentationsvirtualisierung, deren Potenzial vor allem in einer hochgradigen Gestaltbarkeit und hohen Bereitstellungsqualität von Bausteinen des Lernprozesses besteht und die dadurch für eine verbesserte Lernmotivation sorgt. So wie die organisatorische Virtualität nicht als reines eLearning, sondern als hybrides Blended Learning genutzt wird, geht es auch in Bezug auf die Repräsentationsvirtualität nicht um eine radikale Substitution realer durch virtuelle Bausteine, sondern vielmehr um eine Ergänzung, d.h. eine hybride Mischung aus realer und virtueller Repräsentation in Form des Augmented Learning. Der Beitrag liefert eine kritische Bewertung des Effektivitäts- und Effizienzpotenzials von Blended Learning und von Augmented Learning sowie von deren Kombination.

Inhaltsübersicht

  1. Elektronische Infrastrukturen für Lernen in virtuellen Lernumgebungen: eLearning und Virtual Learning
    1. Organisatorische Virtualität: eLearning
    2. Repräsentationsvirtualität: Virtual Learning
  2. Hybride Lernformen: Blended und Augmented Learning
    1. Gestaltungslogik der Hybridkonzepte
    2. Blended Learning
    3. Augmented Learning
  3. Potenzial einer Kombination von Blended Learning und Augmented Learning
  4. Literatur