HMD 272, 47. Jahrgang, April 2010

Materialwirtschaft & Produktion

Herausgeber: Knut Hildebrand, Stefan Meinhardt

Kanban mit RFID. Verbindung der Materialflussebene mit der Geschäftsprozessebene

Hans-Helmut Graef, Jutta Wesemann-Ruzicka

Zusammenfassung

In Zeiten des Wandels, wirtschaftlicher Unsicherheit und scharfen Wettbewerbs stehen Unternehmen vor der Aufgabe, neue Wege zur Optimierung ihrer Logistiknetzwerke und ihrer Serviceprozesse zu gehen. Dabei setzen sie vermehrt auf sogenannte "Lean"-Initiativen, die als ein wesentliches Werkzeug das Kanban-Verfahren nutzen.

Der Einsatz von Kanban mit RFID-Technologie ermöglicht eine weitere signifikante Verbesserung der Logistikprozesse durch Verbindung der physischen mit der digitalen Welt mittels zeitnaher, fehlerfreier und lückenloser Identifikation von Waren und Behältern entlang der gesamten Logistikkette. Dies trägt ganz entscheidend zur Kostensenkung, Ertragssteigerung und damit zu einer höheren Wettbewerbsfähigkeit bei.

Dieser Artikel beschreibt, welchen Herausforderungen sich Unternehmen bei der Einführung von Kanban mit RFID stellen müssen und welche Softwaretechnologie die Prozesse unterstützt. Des Weiteren werden die Vorteile, die durch den Einsatz der RFID-Technologie entstehen, aufgezeigt und die Einsatzgebiete erläutert. Anhand von Kundenbeispielen von Daimler, Bosch und Hansgrohe werden die Herausforderungen, Einsatzgebiete sowie der erzielte Nutzen für die Kunden dargestellt.

Inhaltsübersicht

  1. Herausforderungen
  2. SAP-Lösungsangebot
    1. Zentrale Elemente der SAP® Auto-ID Infrastructure
    2. Vordefinierte, konfigurierbare Unterstützung für den Kanban-Prozess
    3. Die richtigen Behälter am Band
  3. Vorteile
  4. Einsatzgebiete für RFID-Kanban in der Praxis
    1. Robert Bosch GmbH
    2. Daimler AG
    3. Hansgrohe AG
  5. Literatur