HMD 272, 47. Jahrgang, April 2010

Materialwirtschaft & Produktion

Herausgeber: Knut Hildebrand, Stefan Meinhardt

Die Bedeutung der Anforderungsspezifikation für erfolgreiche IT-Projekte

Michael Pruß, Oliver Skroch

Zusammenfassung

Besondere Wettbewerbsvorteile lassen sich für Unternehmen durch individuelle Alleinstellungsmerkmale am Markt erzielen. IT muss diese unterstützen bzw. überhaupt erst ermöglichen. Dafür bedarf es im arbeitsteiligen Wertschöpfungsprozess möglichst klarer Spezifikationen der genauen Anforderungen. Alle arbeitsteilig beteiligten Parteien profitieren dann von diesen eindeutigen, belastbaren Vereinbarungen, weil sie die vielfältigen Projektrisiken entlang immer globaler werdender Wertschöpfungsketten verringern. Die Autoren identifizieren - aus ihrer langjährigen Praxiserfahrung - die Erfolgsfaktoren, die die Anfertigung guter Anforderungsspezifikationen im betrieblichen Alltag des Auftraggebers ermöglichen, und illustrieren die Risiken bis hin zum Rechtsstreit, die mit ihrer Vernachlässigung verbunden sind.

Inhaltsübersicht

  1. Anforderungsspezifikationen im Lösungsprozess
  2. Erfolgsfaktoren
    1. Systematische Vorgehensweise
    2. Genaue Analyse und Dokumentation
    3. Realistische Einschätzung des Aufwands
    4. Einbindung fehlender Fachkompetenz
    5. Koordination und konsequenter Abgleich
    6. Gemeinsame, aktive Gestaltung
    7. Effiziente Änderungsverfahren
  3. Risiken
    1. Strittiger und unvollständiger Leistungsumfang
    2. Zeitverlust
    3. Mehrkosten
    4. Rechtsstreit
  4. Zukünftige Anforderungen
  5. Literatur