HMD 273, 47. Jahrgang, Juni 2010

IT-basiertes Innovationsmanagement

Herausgeber: Josephine Hofmann

Anforderungen und Umsetzung einer IT-Unterstützung für Open Innovation im Unternehmen

Michael Reinhardt, Martin Wiener, Michael Amberg

Zusammenfassung

Die zunehmende Öffnung des Innovationsmanagements vernachlässigte bislang weitgehend eine wichtige Gruppe potenzieller Innovatoren: die Unternehmensmitarbeiter. Die Einbindung der Mitarbeiter in den Innovationsprozess birgt erhebliche Potenziale, erfordert aber zugleich eine adäquate IT-Unterstützung. Zur Identifikation relevanter IT-Anforderungen und -Umsetzungsmöglichkeiten wurde eine Praxis-Fallstudie mit der DATEV eG durchgeführt. Die hier identifizierten Anforderungen lassen sich vier zentralen Anforderungsebenen zuordnen: Anreiz & Inspiration, Information & Wissen, Kommunikation & Kollaboration sowie Feedback & Feed-forward. Die Fallstudie zeigte, dass ein IT-System für Open Innovation im Unternehmen den Aufbau und Betrieb einer internen virtuellen Community unterstützen sollte. Eine solche Community adressiert alle vier Anforderungsebenen und bietet daher ein erhebliches Potenzial zur Förderung der Innovationsfähigkeit. Zur Umsetzung einer virtuellen Community kann Social Software einen maßgeblichen Beitrag leisten. Um die effiziente Kollaboration zwischen den Community-Mitgliedern zu unterstützen, sollte ein System eine gewisse Struktur bezüglich der Abbildung einer potenziellen Innovation vorgeben. Dies kann beispielsweise mithilfe von Innovationsprofilen geschehen. Die im Rahmen der Fallstudie erhobenen Anforderungen wurden mit vielversprechenden Social-Software-Konzepten zusammengeführt und in eine Open-Innovation-Plattform umgesetzt.

Inhaltsübersicht

  1. Open Innovation im Unternehmen
    1. Innovationsprozess
    2. Innovationssysteme und -plattformen
  2. Fallstudie: DATEV eG
  3. IT-Unterstützung von Open Innovation im Unternehmen
    1. IT-Anforderungen
    2. Matching der Anforderungen mit Web-2.0-Konzepten
    3. Exemplarische Umsetzung der Anforderungen
  4. Implikationen für die Praxis
  5. Literatur