HMD 273, 47. Jahrgang, Juni 2010

IT-basiertes Innovationsmanagement

Herausgeber: Josephine Hofmann

Unternehmenszielorientierte Prozessverbesserung mit CMMI

Thomas Greb, Ralf Kneuper

Zusammenfassung

CMMI (Capability Maturity Model Integration) ist ein Reifegradmodell aus Best Practices für die System- und Softwareentwicklung, das weltweit zunehmende Verbreitung findet. CMMI hilft, die Fähigkeit einer Organisation, komplexe Systeme von hoher Qualität zu entwickeln, signifikant zu verbessern. Trotzdem sind nicht alle Organisationen, die CMMI zur Prozessverbesserung nutzen, mit der Unterstützung ihrer Unternehmensziele durch CMMI und den darauf basierenden Verbesserungsaktivitäten zufrieden. Es herrschen Zweifel an der Effektivität und Effizienz dieser Aktivitäten sowie über den erzielten Return on Investment. Eine Ursache hierfür kann sein, dass in den Best Practices von CMMI die Unterstützung von Unternehmenszielen nur implizit enthalten ist und dadurch bei CMMI-basierten Prozessverbesserungsprogrammen teilweise nicht ausreichend Berücksichtigung findet. Manchmal steht vielleicht auch der zu erreichende Reifegrad als leicht überprüfbares Erfolgskriterium zu sehr im Vordergrund, während die originären Ziele der Prozessverbesserung, etwa die Steigerung der Effizienz, der Qualität oder der Geschwindigkeit der Systementwicklung, in den Hintergrund treten. Andererseits lässt sich durch Ausrichtung der Verbesserungsaktivitäten an Unternehmenszielen der Nutzen der CMMI-Umsetzung wesentlich steigern.

Inhaltsübersicht

  1. CMMI und Unternehmensziele: Empirische Daten
  2. CMMI im Überblick
  3. Unternehmensziele im CMMI
  4. Zieldefinition und Standortbestimmung
  5. Prozessziele: Konkretisierung und Umsetzung
  6. Messung des Zielbeitrags
  7. Ergebnisse und Handlungsempfehlungen
  8. Literatur