HMD 279, 48. Jahrgang, Juni 2011

Stammdatenmanagement

Herausgeber:

Nicht fotorealistische Darstellung von 3D-Stadtmodellen

Mathias Jahnke, Thomas Berger, Andreas Donaubauer, Jukka Krisp

Zusammenfassung

Stadtmodelle haben eine lange Tradition und über die digitalen Medien eine weite Verbreitung in viele Bereiche des täglichen Lebens gefunden. Zur Nutzung dieser Datenbasis im Geoweb sind international gültige Standards entwickelt worden. Basierend auf den in entsprechenden Transferformaten vorliegenden Daten lassen sich verschiedene Darstellungsformen finden. Entgegen dem Trend zu immer realitätsnaheren 3D-Darstellungen bietet die explizit nicht fotorealistische Visualisierung die Möglichkeit, den Nutzer bei der explorativen Datenanalyse zu unterstützen. Die Berücksichtigung semantischer Informationen bei der Generierung nicht fotorealistischer Darstellungen kann auf einfache Weise erfolgen, und eine an den Aufgaben des Benutzers orientierte Visualisierung lässt sich mit gebräuchlichen Softwarewerkzeugen bewerkstelligen. Generell lässt sich mit der 3D-Darstellung von Stadtmodellen eine Entscheidungsfindung unterstützen und die Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten fördern.

Inhaltsübersicht

  1. Geodaten als Basis räumlicher Modelle
  2. 3D-Stadtmodelle
    1. Erstellung und Anwendungsmöglichkeiten
    2. Datenstrukturen, Datentransfer und die Einbindung in das Geoweb
  3. Nicht-Fotorealismus und 3D-Stadtmodelle
  4. Nicht fotorealistische Darstellung des Stadtmodells der Stadt München als ETL-Prozess
    1. Aufbereitung der Eingangsdaten mit der Software FME
    2. FME zur nicht fotorealistischen Aufbereitung von 3D-Stadtmodellen