HMD 280, 48. Jahrgang, August 2011

Communitys im Web

Herausgeber: Andreas Meier, Siegfried Reich

Benutzeroberflächen für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung

Christian Osterrieder-Schlick, Antonia Schlick, Florian Angulanza, Andreas Strasser, Kerstin Matausch, Franz Pühretmair

Zusammenfassung

Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung sind mit den heute zur Verfügung stehenden Mitteln kaum in der Lage, Kontakte über Webcommunitys aufzubauen, zu pflegen und deren Dienste in Anspruch zu nehmen. Eine herkömmliche Navigation oder eine rein textuelle Beschreibung, wie sie in den meisten Webcommunity-Portalen zu finden sind, bilden meist eine unüberwindbare Barriere. Der viel diskutierte Begriff "Barrierefreiheit" gewinnt daher immer mehr an Bedeutung. Dieser Beitrag zeigt Lösungsansätze auf, wie Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung über eine einfache, bildgestützte Kommunikation und "leichte Sprache" mit klarer Struktur und eindeutiger Navigation neue Kommunikationsmedien nutzen und sich aktiv an Webcommunitys beteiligen können.

Inhaltsübersicht

  1. Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung
  2. Probleme bei der Nutzung von herkömmlichen Webcommunity-Plattformen
  3. Social-Webcommunitys für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung
    1. Voraussetzungen
    2. Anforderungen und Lösungsansätze
  4. Pilotprojekt CAP-KOM - Community Art Portal für kognitiv beeinträchtigte Menschen
    1. Zielsetzung und Motivation
    2. Umsetzung einer Kunst-Community-Plattform mit der Lebenshilfe Salzburg
    3. Usability-Benutzertests und Ergebnisse
  5. Nächste Schritte und geplante Projekte
  6. Literatur