HMD 280, 48. Jahrgang, August 2011

Communitys im Web

Herausgeber: Andreas Meier, Siegfried Reich

GIP - ein Ansatz zur integrierten Modellierung von Verkehrsnetzen

Stefan Kollarits

Zusammenfassung

In den letzten Jahren sind im Verkehrsbereich eine Vielzahl unterschiedlicher Geoinformationsanwendungen, beispielsweise zur Navigation, zum Verkehrsmanagement und zur Verkehrsplanung, entwickelt worden. Viele davon besitzen Schnittstellen zu Webanwendungen. Diese Anwendungen und Systeme bauen aber meist auf eigenen, teilweise sehr spezifischen Datenmodellen - sogenannten Netzgraphen - auf. Dies läuft der Entwicklung von konsistenten und echtzeitfähigen Geoinformationssystemen zuwider. Einige Länder haben daher Anstrengungen zur koordinierten Integration ihrer Graphen spezifiziert. Der Beitrag beschreibt am Beispiel Österreich aus Sicht der Datenverteilung, Datenbearbeitung und Servicebereitstellung, wie eine Graphenintegrationsplattform (GIP) als gemeinsames Referenzsystem entwickelt werden kann.

Inhaltsübersicht

  1. Verkehrsnetze im Geoweb
    1. Netzgraphen - Anforderungen und klassische Lösungsansätze
    2. GIP als einheitliche räumliche Referenzbasis
  2. GIP als Lösungsansatz
    1. Die technische Integration
    2. Die organisatorische Integration
    3. Der INTREST-Ansatz im Vergleich
  3. Nutzungsperspektiven der GIP
  4. Literatur