HMD 282, 48. Jahrgang, Dezember 2011

Führungssysteme für eine neue Manager-Generation

Herausgeber: Stefan Reinheimer, Robert Winter

Einsatz von Reifegradmodellen im Prozessmanagement

Nora Kamprath

Zusammenfassung

Die kontinuierliche Prozessverbesserung stellt eine der Hauptaufgaben des Prozessmanagements dar. In der betrieblichen Praxis kommen hierfür vermehrt Reifegradmodelle zum Einsatz, die bei der Erhebung des Istzustandes und der Identifikation von Verbesserungspotenzial unterstützen können. Unternehmen versprechen sich davon verschiedene Nutzenaspekte, wie z.B. Wettbewerbsvorteile, beachten jedoch oftmals Schwachstellen nicht, z.B. die mangelnde Ausrichtung an Unternehmenszielen. Basierend auf den Grundlagen von Reifegradmodellen werden im Folgenden Nutzenaspekte und Schwachstellen von Reifegradmodellen im Prozessmanagement im Allgemeinen und anhand eines Fallbeispiels aufgezeigt. Das Prozessmanagement sollte sich diese verdeutlichen und gegeneinander abwägen, um eine fundierte Entscheidung mit Blick auf die Einführung eines Reifegradmodells treffen zu können.

Inhaltsübersicht

  1. Reifegradmodelle im Prozessmanagement
  2. Reifegradmodelle im Überblick
    1. Generischer Aufbau von Reifegradmodellen
    2. Einordnung in die Unternehmensarchitektur
    3. Reifegradmodelle in der betrieblichen Praxis
  3. Nutzenaspekte und Schwachstellen von Reifegradmodellen im Prozessmanagement
    1. Nutzenaspekte
    2. Schwachstellen
  4. Fallbeispiel zum Einsatz eines Reifegradmodells
  5. Literatur