HMD 282, 48. Jahrgang, Dezember 2011

Führungssysteme für eine neue Manager-Generation

Herausgeber: Stefan Reinheimer, Robert Winter

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Editorial

Die Wirtschaftskrise 2008/2009, aber auch ganz aktuelle Entwicklungen zeigen, dass Unternehmen in einem zunehmend unbeständigen Umfeld agieren. Die Unternehmensleitung ist aufgrund ihrer gesamtunternehmerischen Verantwortung davon im Besonderen betroffen. Aber auch diese obersten Führungskräfte und ihr Zugang zu Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) verändern sich immer mehr. Eine wachsende Anzahl von "Digital Natives" drängt mittlerweile in die Führungsebenen von Unternehmen. Gleichzeitig etablieren sich neuartige mobile Geräte wie Tablets oder auf private Nutzung ausgelegte Smartphones nicht nur im Privatleben, sondern auch für den geschäftlichen Gebrauch.

Die vorliegende HMD-Ausgabe beschäftigt sich mit Führungsinformationssystemen (FIS) für diese neue Manager- Generation. Aus Sicht der Wirtschaftsinformatik sind Führungsinformationssysteme komplexe Mensch-Maschine- Systeme, die die Aufgabenebene "Unternehmensführung", die mit dieser Aufgabe betrauten Menschen in Organisationen sowie die dazu eingesetzte IKT-Unterstützung in Form von Softwaresystemen und IKT-Infrastruktur verknüpfen. Die enge Verbundenheit von Aufgaben, Menschen und IKT erfordert eine integrative und konsistente Gestaltung von Führungs- informationssystemen.

Nach einem Überblick über Anforderungen, Architektur und Umsetzungserfahrungen neuer FIS für eine neue Generation von Managern werden im Heft verschiedene Einflussfaktoren auf die neuen Systeme schwerpunktartig beleuchtet. Dazu zählen Web- 2.0-Mechanismen genauso wie Anforderungen an Endgeräte und moderne Oberflächengestaltung. Insbesondere jüngere Führungskräfte sind mittlerweile mit IKT aufgewachsen und haben dazu eine zunehmend positive und unbelastete Einstellung - aber auch hochgesteckte Erwartungen an Benutzerfreundlichkeit und Anpassungsfähigkeit. Zudem ist unsere Welt mobiler geworden, Führungskräfte sind viel unterwegs - ihr Büro ist dort, wo sie ihr Notebook benutzen können und wo ihr Smartphone oder Tablet Empfang hat. Praxisbeispiele runden unsere Artikelsammlung ab und inspirieren Sie hoffentlich, über den ein oder anderen Ansatz für Ihre eigene Arbeitsumgebung nachzudenken.

Für die vorliegende HMD-Ausgabe wünschen wir Ihnen viel Spaß beim Lesen und zahlreiche Anregungen für Ihren beruflichen Alltag. Wir freuen uns auf Ihre Beiträge und Kommentare im HMD-Blog.

Stefan Reinheimer Robert Winter