HMD 291, 50. Jahrgang, Juni 2013

IT für Smart Grids

Herausgeber: Josephine Hofmann, Carsten Felden

Transaktionspseudonymität für Demand-Response-Anwendungen

Markus Karwe, Günter Müller

Zusammenfassung

Durch die Einführung eines Pseudonymisierungsdiensts wird der Schutz der Privatheit von Demand-Response-Kunden verbessert. Der Pseudonymisierungsdienstleister hat keinen Einblick in die Antworten der Demand-Response-Kunden. Trotz Transaktionspseudonymität kann der Demand Side Manager Datenanalysen auf Ebene von Kundengruppen vornehmen. Der vorgestellte Pseudonymisierungsdienst unterliegt dem Semi-Honest-Angreifermodell und ermöglicht Transaktionspseudonymität. Zudem wird nicht nur der Informationskanal für Demand-Response-Anwendungen betrachtet, sondern es werden auch die Informationskanäle für Verbrauchs- und Rechnungsdaten berücksichtigt.

Inhaltsübersicht

  1. Pseudonymität im Smart Grid
  2. OpenADR-Interaktionsprotokoll
  3. Privatheit in Demand Response
    1. Informationskanäle
    2. Bedrohungen der Privatheit in Demand-Response-Systemen
  4. Transaktionspseudonymität
    1. Protokoll bei Semi-Honest-Angreifern
    2. Pseudonymisierungsdienst als Intermediär?
    3. Kompensation und Ausschluss der Kombination der Kanäle
  5. Relevante Ergebnisse und vergleichbare Studien
  6. Herausforderungen der Pseudonymisierung in Demand Response
  7. Literatur