HMD 291, 50. Jahrgang, Juni 2013

IT für Smart Grids

Herausgeber: Josephine Hofmann, Carsten Felden

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Editorial

Smart Grids - die Intelligenz hat es manchmal schwer. So titelt der erste Beitrag unserer neuen Ausgabe der HMD. Mit dem Begriff "smart" assoziieren wir Cleverness, Ressourceneffizienz und Intelligenz. Und Derartiges ist notwendig, wenn die Energiewende und der damit verbundene Umbau der kommunikativen Vernetzung und Steuerung von Stromerzeugern im Sinne eines Zusammenspiels von Speichern, Netzbetriebsmitteln und Verbrauchern in absehbarer Zeit zu vertretbaren Kosten funktionieren soll. Ja, es geht um Energie, vor allem um Strom - aber die IT spielt dabei eine bisher nicht wahrgenommene, jedoch zentrale Rolle: als Steuerungs- und Überwachungskomponente, als Befähiger dezentraler Information, neuer Geschäftsmodelle und Hilfestellung für energiebewusstes Verbraucherverhalten. Dieses HMD-Heft will über einige zentrale Teilaspekte grundlegende Informationen geben und greift dabei ein Gebiet der Wirtschaftsinformatik auf, das damit zum ersten Mal in dieser Zeitschrift behandelt wird.

Der Grundlagenbeitrag führt über die wesentlichen Perspektiven auf das Thema und die Darstellung der maßgeblichen Akteure zu einem Überblick über die zentralen Anwendungsgebiete der IT. Diesem - bewusst breiten - Überblick folgen ein Beitrag über Entwurf und Implementierung einer IKT-Architektur und ein weiterer Beitrag über die modellgestützte Dokumentation zur Steuerung von Energiemanagementsystemen. Mit den ebenfalls wachsenden Datenmengen und deren adäquater Speicherung setzen sich ein Beitrag zu Smart Data Centers und ein spezifischer Beitrag zum technischen Datenschutz auseinander. Inwieweit bereits etablierte Servicespezifikationen aus der IT auf den Bereich der dezentralen Energieversorgung übertragen werden können, ist Inhalt eines weiteren Beitrags. Zwei recht spezifische Abhandlungen runden das Bild ab: Zum einen die Frage, was künftige Decision-Support-Systeme anbieten müssen, um unternehmerische Entscheidungen für Energieanbieter im neu entstehenden Energiemarkt zu unterstützen, zum anderen eine Darstellung dazu, wie mithilfe einer mobilen Lernanwendung der Informations- und Kommunikationsbedarf dezentraler Servicekräfte zur Realisierung von Smart-Home-Anwendungen gedeckt werden kann.

Wir bedanken uns bei allen Autoren für die gute Zusammenarbeit und wünschen allen Lesern interessante Einsichten in ein neues Gebiet der Wirtschaftsinformatik.

Josephine Hofmann Carsten Felden