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3.1

Hintergrund


Java ist eine objektorientierte Sprache. Diese Aussage klingt in der heutigen Zeit schon so banal wie »Mein Auto hat ABS« oder »Unser Fernseher hat eine Fernbedienung«. Fast alle modernen Programmiersprachen bezeichnen sich inzwischen als objektorientiert oder nehmen zumindest für sich in Anspruch, objektorientierte Features zu bieten. Dieser Umstand hat schon vor einiger Zeit bei Kennern der ursprünglichen Theorie der Objektorientierung Aussagen provoziert wie »Auch meine Katze ist objektorientiert«, was der Realität schon viel näher kommt als das Attribut objektorientiert bei zahlreichen Programmiersprachen. Doch woher kommt der Trend zur Objektorientierung, und was soll dieses Paradigma bezwecken?

Der Ursprung des objektorientierten Programmier-Paradigmas liegt ähnlich wie die Grundideen von Java schon länger zurück. Die ersten objektorientierten Sprachen waren Simula und Smalltalk und wurden schon 1967 bzw. in den 70er Jahren entwickelt. Es ging den Entwicklern damals um eine einfachere Modellierung von Problemen der realen Welt in Programmen.

Die meisten Computerprogramme sind dazu da, ein Problem der normalen bzw. realen Welt zu lösen und müssen daher diese Welt mit ihren Strukturen beschreiben. Herkömmliche Programmiersprachen, die prozedural oder funktionsorientiert aufgebaut sind, haben eine relativ hohe konzeptionelle Entfernung von Problemen der realen Welt; im Vordergrund steht der Weg zur Lösung des Problems und nicht das Problem selbst. Den prozeduralen Programmiersprachen und der Art, wie mit ihnen Software konzipiert und entwickelt wurde, gab man die Schuld an der so genannten Softwarekrise. Mit der objektorientierten Programmierung, die sich in den Programmkonzepten an der realen Welt orientiert, versuchte man, bessere und vor allem besser wartbare Programme zu entwickeln.


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