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3.2

Das Konzept



Die objektorientierte Programmierung hat einen grundsätzlich anderen Ansatz als die klassisch-prozedurale Programmierung. In der klassischen Programmierung hat man auf der einen Seite die Daten und auf der anderen Seite die Prozeduren, die die Daten manipulieren. Die Denkweise entspricht dem Verfahren: »Prozedur A, nimm anhand des Parameters X diese und jene Aktionen vor.« Hierbei wird angegeben, wie eine bestimmte Aktion durchzuführen ist.

In der objektorientierten Programmierung besteht die Grundidee darin, Objekte der realen Welt abzubilden. Das Konzept der objektorientierten Programmierung sieht zunächst keine Daten oder Prozeduren vor. Stattdessen können nur so genannte Botschaften an ein Objekt geschickt werden. Das Objekt reagiert dann in seiner spezifischen Weise auf die Botschaften. Ein charakteristisches Beispiel für diese Denkweise wäre eine Anweisung wie: »Tischlein, deck' Dich!«.

Hier wird dem Objekt »Tischlein« eine Botschaft geschickt. Leider reagieren reale Tische kaum auf diese Botschaft. Bei diesem Ansatz steht das Problem selbst, das »Was«, im Vordergrund, und nicht das »Wie«.

Da Objekte Gegenstand der Computerprogrammierung sind, muss es natürlich Möglichkeiten geben, einen Zustand in Form von Daten zu speichern. Daher können Objekte so genannte Datenelemente besitzen, die Daten aufnehmen. Puristisch gesehen gehören Datenelemente aber nicht zum Grundkonzept der objektorientierten Programmierung, sondern sie sind bereits ein Implementierungsdetail von Objekten auf Computern. Diese Datenelemente sind für den Benutzer eines Objekts unsichtbar. Er kann sie daher auch nicht direkt manipulieren.


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