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Applets und Applikationen



In Java kann man zwei unterschiedliche Arten von Programmen erstellen: Applets und Applikationen.

Applets sind Java-Programme, die in HTML-Seiten eingebunden werden können. Der Interpreter ist hierbei im Appletviewer bzw. im Browser integriert. Jedes Applet wird von der Klasse Applet abgeleitet. Bei der Verwendung des Swing-Toolkits (siehe Kapitel 8) wird ein Applet von JApplet (Paket javax.swing) abgeleitet, das aber selbst wieder eine Unterklasse von Applet ist.

Im Gegensatz dazu stellen Applikationen Stand-alone-Anwendungen dar. Eine Applikation muss direkt von der Konsole mit Hilfe des Java-Interpreters java gestartet werden.

Sowohl Applets als auch Applikationen muss man kompilieren, bevor sie gestartet werden können. Hierfür steht das Tool javac zur Verfügung. Um eine Java-Quelldatei zu kompilieren, ruft man javac mit der Quelldatei als Argument auf:
  javac <programmname>.java
Die Quelldatei muss immer die Endung .java besitzen. Sie wird in eine Datei mit der Endung .class umgewandelt, die den Bytecode enthält, der von der virtuellen Maschine ausgeführt werden kann.

Wie der von javac erzeugte Bytecode gestartet wird, hängt davon ab, ob er als Applet oder als Applikation ausgeführt werden soll.

Weitere Informationen zu javac und dem appletviewer können dem Anhang B.5 entnommen werden.

Als die Sprache Java neu war, war vor allen Dingen die Idee, Anwendungen in Form von Applets über das Netzwerk zu verbreiten, interessant und als das Hauptanwendungsgebiet angepriesen. Inzwischen hat sich die Situation jedoch etwas geändert, und Java wird heute meist auf Serverseite bzw. in Form von Applikationen eingesetzt, da die Browserunterstützung und Plattformunabhängigkeit bei Internetanwendungen nicht in der Form gegeben war, wie man es sich erhofft hatte.

Applets spielen aber nach wie vor bei Intranetanwendungen eine große Rolle, da man dort Einfluss auf die verwendeten Betriebssysteme und Browser nehmen kann.


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