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9.3

Ereignisse in Komponenten



Die einfachste Möglichkeit, auf ein Ereignis zu reagieren, besteht darin, eine der processXXXEvent()-Methoden zu überschreiben, wobei XXX ein Platzhalter für einen bestimmten Ereignistyp ist. Die Klasse Component definiert für jedes Event-Objekt, das erzeugt werden kann, eine solche Methode. Bei Eintreten eines Ereignisses wird das zugehörige Ereignis-Objekt der processXXXEvent()-Methode übergeben. Dort muss der Code implementiert sein, der die Reaktion auf ein Ereignis vornimmt.

Die processXXXEvent()-Methoden sind für die Entwicklung von eigenständigen Komponenten geeignet. Wenn man von einer schon existenten Komponente eine eigene ableitet, so gibt man ihr eine bestimmte Funktionalität, indem man ihr die Fähigkeit verleiht, auf bestimmte Ereignisse zu reagieren. Dadurch werden Implementierungsdetails gekapselt. Der Zugriff ist nur über wenige definierte Schnittstellen möglich, und die interne Verarbeitung bleibt nach außen verborgen. Das Objekt stellt somit eine autonome Einheit dar, die einen hohen Grad an Wiederverwendbarkeit besitzt.

Die Arbeitsweise der processXXXEvent()-Methoden weist einen großen Unterschied zur Ereignisverarbeitung des alten Event-Modells auf. Dort wird ein Ereignis an die übergeordnete Komponente weitergereicht, falls es nicht verarbeitet wurde. Im Gegensatz dazu reichen die processXXXEvent()-Methoden das Ereignis-Objekt nie an ihre übergeordnete Komponente weiter, unabhängig von der Reaktion auf ein Ereignis.


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